Dienstag, 23. November 2010

Novembergedicht - dieses Jahr von mir ausgesucht!


November

Solchen Monat muß man loben;
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein,
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie nass er alles macht!
Ja, es ist ´ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und die durcheinanderwirbelt
und sie hetzt ohn´ Unterlass;
Ja, das ist Novemberspaß!

Heinrich Seidel (1842-1906)

Sonntag, 21. November 2010




Gefunden auf einer Postkarte, gefällt mir, gerade weil es hier auf das Motorradfahren bezogen ist. Kommt an die Wand :-)

Montag, 15. November 2010

Huldigung

Habe ich zu Begin der F1 Saison nur auf den Alt-Meister geschielt, wird es jetzt Zeit, den Hut vor Sebastian Vettel zu ziehen, der gestern einen der begehrtesten Titel im Sport geholt hat. Für mich gleichbedeutend mit dem Titel der Fußball-Weltmeisterschaft ist der Titel der Fahrer WM in der Königsklasse des Motorsports, der Formel 1. Wer diesen Titel holt wird automatisch zur Legende. Gratulation und meinen allergrössten Respekt, er hat einen neuen grossen Fan gewonnen :-)




(Bilder vom gestrigen Rennen)

So Sehenswert wie in diesem Jahr war die Formel 1 schon lange nicht mehr, waren doch der Alt-Meister und der Jungstar gemeinsam auf der Strecke unterwegs. Da musste man gleich zwei Daumen drücken.

Für den Alt-Meister will ich hier auch gleich noch eine Lanze brechen. Dass er nach einigen Jahren F1 Abstinenz und einem kürzlich kurierten Schädelbruch nicht gleich Weltmeister wird hätte eigentlich klar sein müssen. Er ist unter den ersten 10 Plätzen gelandet, nur 2 Plätze hinter seinem jüngeren, sehr fähigen Teamkollegen Nico Rosberg (geb. in Wiesbaden, nebenbei bemerkt ;-) ), der die letzten 4 Jahre nonstop Formel 1 trainiert war. Da beide im hinteren Drittel der ersten 10 sind wird der Faktor "Scheiss Auto" deutlich.

Donnerstag, 11. November 2010

"Worte" - gehört am Dienstag im Radio, die mich sehr beeindruckt haben:

Von Dr. Peter Kottlorz, Rottenburg, Katholische Kirche
Herorats - Minenratten
Dienstag, 09. November 2010

Im Mittelalter brachten sie den Tod, den „schwarzen Tod", die Pest. Heute retten sie Leben. Zumindest manche von ihnen: Ratten. Es gibt Ratten, die zu Minensuchern ausgebildet werden. Die gambischen Riesenratten durchlaufen in Afrika eine achtmonatige Ausbildung zur Minenräumung. So genannte Antipersonen-Minen oder auch Tretminen sind eine so furchtbare wie nachhaltige Bedrohung des Menschen in den ärmeren Ländern der Welt. In den letzten Jahren sind eine Million Menschen durch diese fürchterliche Erfindung ums Leben gekommen. Lange nach Ende eines Krieges wirken sie noch tödlich oder verstümmeln sie Zivilisten, ein Viertel davon Kinder. 500 Jahre würde es mit herkömmlichen Mitteln dauern um die Erde von diesen Minen zu befreien. Der Einsatz von Ratten ist hierbei revolutionär. Denn sie sind klug, anspruchslos und leicht. Was für das Minenräumen lebenswichtig ist. Denn eine Tretmine explodiert ab 5 Kilo Gewicht, das auf sie tritt. Die Minenratten wiegen maximal 2 Kilo. Und das zweitbeste an ihnen ist: Sie sind schnell. Ein herkömmlicher Minenräumer braucht für 100 Quadratmeter absuchen einen Tag, eine Ratte braucht dafür nicht mal eine Stunde. Und sie macht das gern und gut. Mit weichem Brustgeschirr ist sie an einer langen Leine mit ihrem Trainer verbunden. In den acht Monaten ihrer Ausbildung lernt sie dann das TNT, den Sprengstoff zu finden. Und mit ihrer feinen Nase riecht sie diesen Stoff selbst in verwitterten Minen, die jahrelang im Boden gelegen haben, aber noch immer hoch explosiv sind. Haben sie eine Mine gefunden, rennen sie zum Trainer zurück und bekommen als Belohnung süßen Bananenbrei. Die Fundstelle wird markiert und die Mine von Fachleuten ausgegraben und kontrolliert zur Explosion gebracht.
So wird das minenverseuchte Land nach und nach wieder sicher gemacht. Elvis, Jack oder Lidia heißen die schlauen Schnüffler. Für 5 Euro im Monat können sie adoptiert und ihre lebensrettende Arbeit finanziert werden.